[Rezepte]: Kniekiachl, Kirchweihkücheln, Auszogne, Bauernkrapfen (glutenfrei)



Eine weitere Spezialität meiner Oma, die mich in Kindheitserinnerungen schwelgen lässt, sind Kniekiachl, welche es traditionell zur Kirchweih gibt. Als Kind dachte ich wirklich, dass der Teig über die Knie gezogen wird. Deshalb hab ich auch nie welche von der alten Nachbarbäuerin gegessen, weil die Frau immer so schmutzige Gummistiefel anhatte ;-)


Nach etwas Herumexperimentieren ist es mir nun endlich gelungen, dass die glutenfreie Kniekiachl-Variante dem Original sehr nahe kommt. Klar, ich muss noch etwas üben, damit ich so ein Profi wie meine Oma werde, aber die ist ja schließlich auch einige Jährchen älter als ich!  
Jetzt aber schnell zum Rezept für die glutenfreien Kniekiackl, Bauernkrapfen, Auszogne....



Rezept: Kniekiachl (glutenfrei)

400 g glutenfreie helle Mehlmischung
100 g Tapiokastärke
1 TL Xanthan
1 TL Flohsamenschalen
2 Eier
1 Würfel Hefe
60 g zerlassene Butter
80 g Zucker
ca. 200 ml Milch
Abrieb einer unbehandelten Zitrone
1 Prise Salz

ca. 1 l Öl zum Herausbacken

1. Einen Vorteig zubereiten. Dafür das Mehl mit der Stärke, Xanthan und Flohsamenschalen sehr gut mischen. Hefe in 100 ml lauwarmer Milch mit eine Prise Zucker auflösen. In der Mitte des Mehlgemisches eine Mulde machen, und die Hefemilch eingießen, und ein bisschen mit Mehl verrühren. Dann die Mulde mit Mehl bedecken und ca. 15 min mit einem Geschirrtuch abgedeckt ruhen lassen.

2. Eier, Zucker, Butter, Zitronenschale und Salz zum Vorteig geben und gut verrühren. Nach und nach die restliche lauwarme Milch beigeben, sodass ein glatter Hefeteig entsteht. Der Teig darf nicht zu fest und nicht zu flüssig sein! Es ist deshalb durchaus möglich, dass Milch übrig bleibt, oder noch zusätzliche benötigt wird. Den Teig in einer verschlossenen Plastikschüssel ca. 30 - 40 min gehen lassen.

3. Nach der Gehzeit, den Teig auf einer bemehlten Backmatte ca. 1,5 cm dick ausrollen und mit einer Tasse/ Glas Kreise ausstechen.

4. 1 l Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Das Öl darf jedoch nicht zu heiß werden, sonst werden die Kiachl zu dunkel!

5. Nun einen Teigling in die Hand nehmen, und wie bei einer Pizza mit  Daumen, Mittel- und Zeigefinger schnell drehen, sodass der Teigling innen hauchdünn ist (Vorsicht, es dürfen keine Risse drin sein!) und außen ein ca. 2 cm dicker Rand entsteht.

6. Jetzt den fertigen Teigling mit Hilfe eines Pfannenwenders vorsichtig ins heiße Fett gleiten lassen und sofort die Oberfläche mit Fett bedecken, damit diese weiße Blase entsteht. Wenn die Unterseite goldbraun ist, das Kiachl wenden, um die Oberseite zu bräunen. Diesmal darf in der Mitte kein Fett mehr sein!

7. Auf einem Tuch die fertig frittierten Kiachl abtropfen lassen, und nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestäuben. Schmeckt auch sehr gut mit einem Klecks Marmelade in der Mitte!

Viel Spaß beim Nachbacken!


Was ist euer liebstes Traditionsgebäck, dass ihr immer macht, oder gerne mal wieder als glutenfreie Variante essen würdet?



Kommentare:

  1. Oh, die muss ich auch ausprobieren - wir haben sie immer zur Kartoffelsuppe gegessen (mal sehen, wie sie glutenfrei schmecken)
    LG, Erna

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    1. Liebe Erna, pikant zur Suppe habe ich so noch nicht gegessen. Ich kenne sie nur süß - werde es aber mal ausprobieren ;-)
      Aber sie sind wirklich waaaaahnsinnig lecker - mein Mann meint, dass ich dem Bäcker Konkurrenz damit mache ;-)

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